Warum dreht der Ahorn durch?

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Kennen Sie die Früchte des Ahorns, auch Nasenzwicker genannt? Die Früchte des Ahorns sind vielen als „Nasenzwicker“ bekannt. Kinder setzen sie sich beim Waldspaziergang gern auf die Nase. Es handelt sich bei den kleinen Propellern aber keineswegs um Spielzeug. Die aerodynamische Form des biologischen Hubschraubers sorgt dafür, dass sich die Früchte durch den Wind verbreiten. Je nach Windrichtung kann das Verbreitungsfeld so groß sein wie ein Fußballfeld. Wird eine der propellerartigen Früchte vom Wind ergriffen, kann sie eine Geschwindigkeit von bis zu 16 Umdrehungen pro Sekunde erreichen.

Wie kommt man eigentlich an den Ahornsirup?

Bei unseren heimischen Bäumen gar nicht. Der Ahornsirup ist der eingedickte Saft des Zucker-Ahorns, einer nordamerikanischen Ahornart. Wärmt die Sonne im Frühjahr tagsüber die Luft, aber friert nachts noch der Boden, fangen die Bäume an, Nährstoffe aus den Wurzeln in die Blätter zu transportieren. Bohrt man den Stamm der Bäume nun an, kann man einen Teil des Baumsaftes entnehmen, ohne ihnen Schaden zuzufügen. Durch anschließendes Kochen karamellisiert der im Saft befindliche Zucker und es entsteht ein dickflüssiger Sirup mit dem charakteristischen Aroma. Viele weitere Informationen zum Ahorn finden Sie im entsprechenden Baumfaltblatt.