Waldbrandschutz

2010 gab es deutschlandweit rund 780 Waldbrände. Sie zerstörten eine Fläche von knapp 522 Hektar – das entspricht gut 730 Fußballfeldern.

Bei längerer Trockenheit reichen schon ein Funke oder eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe für einen Waldbrand.  Trockene Nadelstreu, langes und trockenes Gras oder Äste beschleunigen die Ausbreitung. Auch Bäume und Wiesenflächen in den Städten können Opfer von Flammen werden.

Online findet man beim Deutschen Wetterdienst (DWD) den jeweils tagesaktuellen Waldbrandgefahren-Index (WBI).

Waldbrände sind zumeist menschengemacht: Durchschnittlich zwei Drittel entstehen durch Fehlverhalten. Deshalb gelten klare Regeln für alle Waldbesucher:

Rauchen im Wald ist verboten – in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen gilt dies das ganze Jahr über. In den übrigen Bundesländern für einen genauen Zeitraum: zumeist vom 1. März bis zum 31. Oktober; in Sachsen-Anhalt vom 15. Februar bis 15. Oktober.

Zigaretten sicher entsorgen – und nicht etwa aus dem Auto werfen.

Kein Feuer im und am Wald entzünden – auch kein Grillfeuer.

Pkw, Krafträder und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge nicht auf Wiesen und Waldwegen abstellen. Heißgelaufene Katalysatoren können die Vegetation entzünden.

Müll nicht liegenlassen: Jedes weggeworfene Feuerzeug, jede Glasflasche, Glasscherbe, Folie oder Dose mit chemischen Abfällen kann zum Brandherd werden.

Waldbrände sofort melden – bei der Feuerwehr (Notrufnummer  112) oder der lokalen Forstdienststelle.