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Ameisen

Ameisen sind wichtig für den Wald. Ihre Nahrung besteht zum großen Teil aus Insekten, die Bäume durch ihren Fraß schädigen. Man kann die Tiere an ihrem Ameisenhaufen sehr gut beobachten. Es ist faszinierend, den Tieren dabei zuzuschauen, wie sie – scheinbar planlos und doch perfekt organisiert – hin- und hereilen.

Der Ameisenhaufen ist Nest und Lebensraum der Waldameisen und sollte daher nicht zerstört werden, z.B. durch das Stochern mit einem Stock. Deshalb gilt die Devise: anschauen ja, anfassen nein.

Bäume und Holz

Bäume sind Lebewesen. Das Fällen von Bäumen und Abschneiden von Ästen ist verboten. Schnitte verletzen die Rinde so, dass Krankheitserreger und Schädlinge hineingelangen können. All dies schadet dem Baum.

Je nach Bundesland dürfen Äste, Rinde und Holz, das am Boden liegt, in geringen Mengen zum Eigengebrauch gesammelt werden. Wer größere Mengen braucht, beispielsweise als Brennmaterial für den Kamin im Winter, sollte sich an den zuständigen Förster wenden. Er stellt gern den benötigten Holzsammelschein aus. Auskunft über die jeweiligen Regelungen kann das örtliche Forstamt geben.

Auf Bäume klettern

Das Klettern auf Bäume bereitet Kindern großen Spaß und ist eine tolle Herausforderung. Im Wald geschieht es „auf eigene Gefahr“, also bitte immer gut festhalten! Wichtig ist auch, dass am Baum lebende Tiere wie brütende Vögel dadurch möglichst nicht gestört werden.

Eichenprozessionsspinner

Beim Eichenprozessionsspinner ist Vorsicht angesagt: Die Raupe des Schmetterlings richtet nicht nur Fraßschäden an. Ihre Haare sorgen auch beim Menschen für gesundheitliche Beschwerden. Bei Berührungen lösen sie allergische Reaktionen aus: Knötchen, Quaddeln, Hautentzündungen. Speziell im Mai und Juni heißt es deswegen vorsichtshalber: betroffene Gebiete lieber meiden, Hautbereiche schützen, Raupen und Gespinste nicht berühren. Mehr über den Eichenprozessionsspinner

Fuchsbandwurm

Auch Menschen können sich mit dem Fuchsbandwurm infizieren. Die Erkrankung greift die Leber an und ist lebensbedrohlich. Der Fuchsbandwurm kann sich auf Beeren oder Pilzen aus dem Wald befinden, aber auch auf Früchten in der Nähe von Städten und sogar auf bodennah wachsenden Früchten und Gemüse im eigenen Garten. Schutzmaßnahmen sind: Gesammeltes und Geerntetes gründlich waschen und auf mindestens 60 Grad Celsius erhitzen, Hände waschen, Hauskatzen und Hunde regelmäßig entwurmen. Mehr über den Fuchsbandwurm…

Gewitter

Der Spruch „Buchen sollt du suchen, Eichen sollst du weichen“ stimmt leider nicht. Keine Baumart  wird tatsächlich seltener vom Blitz getroffen. Die Spuren eines Blitzeinschlags sind lediglich unterschiedlich sichtbar.

Meiden Sie bei Gewitter vor allem hohe freistehende Bäume. Im Wald bieten niedriges Gebüsch und Dickungen Schutz. Auf freiem Feld ratsam: mit geschlossenen Füßen auf den Erdboden hocken.

Grillen und Lagerfeuer

Lagerfeuer und Grillen sind im Wald nur an ausgewiesenen Stellen erlaubt. Auf Flächen, die an den Wald angrenzen, halten Sie eine Mindestentfernung von 100 Metern zwischen Wald und Feuerstelle ein.

Hochsitze und andere Einrichtungen

Bauten wie Hochsitze, Stege und Bienenstöcke wirken anziehend auf Kinder. Verständlich: Sie möchten die Dinge erkunden und ausprobieren. Aber Hochsitze und Co. sind keine Abenteuerspielplätze oder Klettergerüste. Dem Gesetz nach ist das Betreten von jagdlichen Einrichtungen verboten. Nur befugte Personen dürfen solche und ähnliche Anlagen betreten und nutzen.

Holzpolter

„Holzpolter“ nennen Fachleute die aufgestapelten Stämme, die oft am Rande von Forstwegen lagern. Viele Tiere finden hier gute Verstecke. Menschen begreifen die Stapel leider mitunter als Klettergerüst. Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen, weil die Stämme glitschig sind und ins Rollen geraten. Dem Gesetz nach ist das Betreten von Holzpoltern verboten.

Holz sammeln

Siehe Bäume und Holz

Hunde ausführen

Hunde dürfen zwar mit in den Wald, sollten aber keinen Wildtieren hinterherjagen. Die Leinenpflicht ist für jedes Bundesland einzeln geregelt. Informieren Sie sich am besten vorher genau, wie die Regelung vor Ort aussieht.

Wichtige Ausnahme: Hunde von zuständigen Förstern und Jägern dürfen frei laufen. Sie sind dafür speziell ausgebildet.

Joggen, Wandern, Spielen

Falls keine gesonderten Verbote wie in Schutzgebieten bestehen, dürfen Sie im Wald in der Regel auch querfeldein joggen, wandern und auf Waldlichtungen zum Beispiel Ball spielen. Für kleine Rundgänge und ausgedehnte Wanderungen steht Ihnen in den Wäldern oft ein gut markiertes Wanderwegenetz zur Verfügung, so dass es meist nicht erforderlich ist, die Wege und Pfade zu verlassen.

Wichtig auch hier: Minimieren Sie die eigene Verletzungsgefahr und stören Sie  Tiere im Wald möglichst wenig.

Klettern

Siehe Auf Bäume klettern

Kraftfahrzeuge

Motorisierte Fahrzeuge dürfen Waldwege nur dann befahren, wenn eine Sondererlaubnis vorliegt, wie bei Waldbesitzern oder Forstbediensteten. Denn Wildschutz und unbeschwerte Erholung haben im Wald Vorrang.

Lagerfeuer

Siehe Grillen und Lagerfeuer

Lärm

Siehe Musik oder Lärm

Müll

Zurückgelassener Müll im Wald verunreinigt Boden und Grundwasser und bedroht die Tiere. Sie können sich etwa an Glasscherben, Blechteilen und Kronkorken verletzen. Gefressene Plastiktüten führen zu schweren Gesundheitsstörungen. In Schnüren und Drähten können sich Wildtiere verfangen und ersticken oder verhungern.

Musik oder Lärm

Vermeiden Sie Ruhestörungen in Schutzgebieten – denWildtieren, aber auch anderen Waldbesuchern zuliebe. Belästigung anderer Erholungsuchender durch laute Musik kann auch in nicht geschützten Wäldern Geldbußen bringen. Übrigens: Die waldtypische Geräuschkulisse aus z.B. Vogelstimmen und Spechtgeklopfe ist ein unvergleichlicher Genuss und ideal zur Entspannung.

Parken

Das Parken im Wald oder auf Waldwegen ist nicht erlaubt. Bitte benutzen Sie die besonders gekennzeichneten Wanderparkplätze. Ein Grund: PKW mit Katalysatoren können im Sommer auf trockenen Wald- und Wiesenwegen Waldbrände verursachen. Da der Katalysator während der Fahrt sehr heiß wird, kann er die darunter liegende Vegetation entzünden.

Picknick

Ein Picknick im Wald ist grundsätzlich erlaubt und bietet die Gelegenheit zu einem schönen Naturerlebnis. Ausnahmen bestehen in Schutzgebieten. Der Müll muss selbstverständlich entsorgt werden.

Radfahren und Reiten

Das Radfahren und Reiten im Wald ist nur auf geeigneten bzw. gekennzeichneten Straßen und Wegen erlaubt. Sind gekennzeichnete Reit- und Radwege vorhanden, dürfen nur diese dazu genutzt werden. Die Bundesländer können diese Regelung noch genauer formulieren. Im Zweifel informieren Sie sich bitte, wie die Lage in Ihrem Bundesland ist.

Querfeldein- oder Crossfahren mit dem Mountainbike ist ohne gesonderte Genehmigung grundsätzlich nicht erlaubt. Off Road-Fahren kann  Vegetation und Boden schädigen. Außerdem fühlen sich Wildtiere davon oft gestört.

Allgemein gilt: Nehmen Sie auf die anderen Erholungssuchenden im Wald Rücksicht.

Rauchen

In vielen Bundesländern ist das Rauchen im Wald in bestimmten Zeiträumen nicht gestattet. In anderen Ländern herrscht sogar das ganze Jahr Rauchverbot. Allgemein gilt: große Vorsicht mit Feuer im Wald. Über die genaue Regelung in Ihrem Bundesland sollten Sie sich vor Ihrem Waldbesuch informieren. Mehr…

Reiten und Radfahren

Siehe Radfahren und Reiten

Sammeln von Früchten und Pflanzen

Beeren, Nüsse, Pilze, Kräuter, aber auch Blumen können Sie, sofern nicht geschützt, pflücken oder sammeln. Allerdings nur in kleinen Mengen für den privaten Gebrauch. Wer gewerblich oder in größeren Gruppen sammeln möchte, braucht eine Genehmigung des Waldbesitzers.

Ganze Pflanzen mit Wurzelballen dürfen Sie in der Regel nicht entnehmen. In Naturschutzgebieten ist das Sammeln von Pilzen und Waldfrüchten zum Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt zumeist vollständig untersagt.

Hinweis für das Sammeln von bodennahen Früchten wie Waldbeeren: vor dem Verzehr gründlich waschen und kochen. Sonst besteht die Gefahr einer Fuchsbandwurminfektion.

Sperren von Wäldern für die Besucher

Werden Bäume gefällt oder andere Waldarbeiten durchgeführt, können Waldflächen für Besucher gesperrt werden. Denn gerade bei Fällarbeiten besteht Lebensgefahr. Bei Waldbränden oder starken Stürmen sind Waldbesuche aus Sicherheitsgründen ebenfalls untersagt. Halten Sie sich zu Ihrer eigenen Sicherheit an diese Sperrungen!

Spielen

Siehe Joggen, Wandern, Spielen

Waldbesitz

Jeder Baum und jedes Stück Wald hat einen Besitzer. Rund zwei Millionen Privatpersonen teilen sich fast die Hälfte des deutschen Waldes. Der Rest gehört Bund, Ländern und Kommunen. Wer im Wald spazieren gehen möchte, muss trotzdem niemanden um Erlaubnis bitten. Denn für den Wald gilt ein generelles Betretungsrecht zum „Zwecke der Erholung“. Dieses kann nur durch „wichtigen Grund“ eingeschränkt werden, etwa um eine Schonung zu schützen und Fällarbeiten zu ermöglichen.

Waldbrandschutz

Über die aktuelle Brandgefahr informieren regionale und lokale Medien sowie Hinweistafeln am Waldrand. Manche Bundesländer haben das System der Waldbrandwarnstufen eingesetzt. Hier ist es bei der höchsten Waldbrandwarnstufe – Stufe 4 – untersagt, die  Wege zu verlassen. Das soll verhindern, dass fahrlässiges Verhalten einen Waldbrand auslöst. Online findet man beim Deutschen Wetterdienst (DWD) den jeweils tagesaktuellen Waldbrandgefahren-Index (WBI).

Im Jahr 2010 gab es in Deutschland etwa 780 Waldbrände, wodurch eine Fläche von ca. 520 Hektar vernichtet wurde. Wie in den vergangenen Jahren waren die meisten Brände in den Kiefernwäldern Brandenburgs, in Niedersachsen und in Bayern.

Etwa 45 Prozent der Brandursachen ist ungeklärt. 21 Prozent war auf Brandstiftung, 16 Prozent auf Fahrlässigkeit zurückzuführen. 3 Prozent der Brände hatten einen natürlichen Auslöser.

Bitte halten Sie sich im Wald unbedingt an das Rauchverbot und grillen Sie nur auf ausgewiesenen Plätzen.

Waldtiere

Viele Menschen kommen jedes Jahr zur Erholung in den Wald. Für die Bewohner des Waldes kann dies allerdings viel Stress bedeuten. Waldtiere stehen im Allgemeinen unter Schutz und sollten nicht unnötig gestört werden.

Besondere Rücksicht nehmen Sie bitte  in der Brut- und Setzzeit (April bis Juni) und im Winter. Stress kann gerade in diesen Zeiten schwerwiegende Folgen für die Tiere haben.

Wandern

Siehe Joggen, Wandern, Spielen

Zecken

Zecken sitzen in Büschen und auf Gräsern, und nicht, wie vielfach angenommen, auf Bäumen. Gefährlich an Zecken sind die Erreger, die sie übertragen können. In Deutschland sind die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose die häufigsten Krankheiten, die Zecken verursachen. Meiden Sie besonders in den gefährdeten Monaten – von Frühsommer bis Herbst – Gebüsch und Unterholz und nutzen Sie breitere Waldwege. Die Haut sollte größtenteils bedeckt sein. Kurze Hosen oder Sandalen sind im Wald also nicht zu empfehlen. Verwenden Sie während der Zeckensaison Zeckenschutzmittel. Auf jeden Fall sollten Sie nach einer Wanderung den ganzen Körper und die Kleidung absuchen. Bei Hautrötungen und bei Zeckenbissen in Risikogebieten für FSME und Borreliose gehen Sie sofort zum Arzt. Mehr über Zecken…

Zelten

Eine Nacht im Schlafsack unter dem Sternenhimmel im Wald ist ein tolles Erlebnis. Ein Zelt aufzuschlagen oder einen festen Unterstand zu bauen ist allerdings nicht erlaubt. Hierfür brauchen Sie eine spezielle Genehmigung. Informationen bekommen Sie bei der zuständigen Forstverwaltung oder dem Förster.